Tourismus ab Pfingsten wieder möglich? Hiddensee plant Modellprojekt zur schrittweisen Öffnung

Tourismus ab Pfingsten wieder möglich? Hiddensee plant Modellprojekt zur schrittweisen Öffnung

UPDATE: Wie der Initiator des Modellvorhabens und Bürgermeister von Hiddensee, Thomas Gens in einem Kommentar auf der Facebook-Seite von Reiseziel Hiddensee verlauten ließ, ist die Unterstützung bzw. Genehmigung seitens des Landkreises versagt worden. Grund ist die Landesverordnung, die ein solches Modellprojekt in ihrer derzeitigen Fassung nicht vorsieht:

Die Begründung der Referentin des Landrates, die aktuelle Verordnung gelte bis zum 22. Mai 2021 und es gäbe in der aktuellen Landesverordnung keine Rechtsgrundlagen für Modellprojekte, ist zwar korrekt, aber Verordnungen kann man ändern.

Thomas Gens – Kommentar auf Facebook

Die Frage ist jetzt, wie es weitergehen kann – denn auch andere Modellregionen und -projekte sind in ähnlicher Lage von den Verantwortlichen abgelehnt und in überarbeiteter Fassung doch noch genehmigt und erfolgreich durchgeführt worden.

Abgesehen von einer kurzen Phase im Sommer 2020 verharrt Hiddensee im Corona-bedingten Lockdown.
Wie kann ein Ausweg aus dem Lockdown aussehen? Wie öffnet man langsam wieder, ohne die Gesundheit der Einheimischen und Gäste zu gefährden? Diese Fragen stellte man sich auch auf verantwortlicher Seite und plant nun einen touristischen Modellversuch ähnlich zu den friesischen Inseln.

Die Informationen zu diesem Modellversuch habe ich in einem Beitrag des Nordkuriers vom 2.5.2021 gefunden („Ostsee-Insel will den Neustart im Tourismus wagen“). Inwieweit diese an der Realität sind, kann ich nicht beurteilen.

Land und Landkreis müssten dieses Modellvorhaben allerdings noch genehmigen und verlangen natürlich ein ausgefeiltes Hygiene- und Testkonzept. Als Bestandteil der Vorbereitung ergeht auch ein Impfangebot an die Hiddenseer Bevölkerung, wozu ein mobiles Impfteam in Zusammenarbeit mit dem Inselarzt die berechtigten Personengruppen impft.
Voraussetzung ist aber auch, dass die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises (!) an 3 aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 nicht übersteigt.

Wenn das alles so klappt wie geplant, dann kann das Vorhaben um Pfingsten 2021 starten. In einem zweistufigen Verfahren soll durch einen schrittweisen Abbau der Pandemie-Beschränkungen der Tourismus auf der beliebten Ostseeinsel wieder angefahren werden.
Die erste Phase sieht einen Testbetrieb vor, an dem Einwohner, Zweitwohnungsbesitzer und Pendler teilnehmen.
In der zweiten Phase sollen dann auch auswärtige Gäste mit einbezogen werden. Diese müssen entweder eine Impfbescheiningung oder einen 48h negativen Coronavirus-Test vorweisen, um auf die Insel zu gelangen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, könnten die Besucher dann die Gastronomie, kulturelle Einrichtungen oder aber auch Hotels und Ferienwohnungen in Anspruch nehmen. Wie das alles ausgestaltet werden soll, steht noch nicht fest, zumindest konnte ich dahingehend keine belastbaren Informationen finden.

Man erhofft sich nicht nur eine Wiederbelebung der Hiddenseer Tourismuswirtschaft sondern auch Erkenntnisse und Erfahrungen, die vielleicht auf Rügen und Usedom übertragen werden können.

Zur Einordnung: diese Webseite hier ist kein Angebot oder offizieller Kommunikationsweg der Insel Hiddensee oder des Amtes Westrügen. Für weitergehende Nachfragen empfehle ich seebad-hiddensee.de

3 Kommentare

    1. Vorläufig hat der Landkreis seine Unterstützung verweigert, was offensichtlich nicht am Konzept selbst sondern an fehlenden Bestimmungen in der Landesverordnung liegt. Um es einfach zu sagen: derzeit fehlen noch die rechtlichen Grundlagen, damit dieses Projekt abgesichert ist und nicht quasi „illegal“ durchgeführt wird.

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